Parodontitis

Wie Sie die Zahnfleischerkrankungen loswerden!

Zahnfleischerkrankungen individuell behandeln bei Ihrem Zahnarzt KU64 Potsdam

Viele Menschen haben ab und an entzündetes Zahnfleisch. Greift die Zahnfleischentzündung auf andere Teile des Zahnhalteapparates über, spricht man von einer Parodontitis. Unbehandelt kann sie zum Zahnverlust führen. Unsere Prophylaxe-Spezialisten, Dentalhygieniker und Zahnärzte der Paraodontologie helfen Ihnen, hartnäckige Zahnfleischentzündungen langfristig zu stoppen  ̶ schmerz- und stressfrei.

Wie entsteht eine Parodontitis?

Bei der Parodontitis, in der Zahnmedizin auch Parodontose oder Gingivitis genannt, handelt es sich um eine chronische bakterielle Entzündung des Zahnbettes. Meist verläuft die Erkrankung über lange Zeit schmerzlos und bleibt so oft über Jahre hinweg unerkannt.

So entsteht eine Parodontitis:

1. Eine Entzündung entsteht

Im Zahnbelag lebende Bakterien besiedeln die Zahnoberflächen am Zahnfleischrand. Eine Entzündung entsteht, die sich zwischen Zahn und Zahnfleisch ausbreitet. Es bilden sich Zahnfleischtaschen. Diese können mehrere Millimeter tief werden.

2. Konkremente bilden sich

Mit der Zahnbürste können die Zahnfleischtaschen nicht gereinigt werden. Die Bakterien dringen tiefer in die Zahnfleischtasche ein. Es bilden sich Beläge unterhalb des Zahnfleisches an Zahnhals und Zahnwurzel, die sich verfestigen-sogenannte Konkremente.

3. Bakterien wandern

Bakterien und Konkremente können zu weiteren Entzündungen führen. Bleiben die Entzündungsherde unbehandelt, wandern die Bakterien Richtung Wurzelspitze. Sie zerstören das Gewebe, das den Zahn umgibt und ihn im Kieferknochen verankert.

4. Der Zahn verliert den Halt

Der Körper reagiert mit einer Abwehrreaktion, um die Bakterien zu töten. Dabei werden nicht nur die Bakterien zerstört, sondern aufgrund von Fehlinformationen auch der Zahnhalteapparat abgebaut. Der Zahn lockert sich und fällt schließlich aus.

Laut Statistiken der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) leiden etwa 80 Prozent der über 35-Jährigen unter einer Form der Parodontitis.

Parodontitis erkennen  ̶ Unsere Zahnärzte fühlen Ihnen auf den Zahn

Bei Ihren regelmäßigen zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen kontrollieren die Zahnärzte in unserer Praxis Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch und achten dabei auf erste Anzeichen einer Parodontitis. Zwischen den Vorsorgeuntersuchungen raten wir unseren Patienten, während Ihrer Mundhygiene auf folgende Anzeichen zu achten: 

  • Ihre Zahnfleischränder sind dunkelrot gefärbt.
  • Sie haben Zahnfleischbluten bei Ihrer täglichen Zahnpflege.
  • Ihr Zahnfleisch ist leicht angeschwollen.
  • Sie haben Mundgeruch und einen unangenehmen metallischen Geschmack im Mund.
  • Ihre Zähne sind fühlbar gelockert oder verschoben.

Da eine beginnende Parodontose kaum Schmerzen verursacht, bitten wir Sie bei den oben genannten Symptomen einen Vorsorgetermin in unserer Zahnarztpraxis zu vereinbaren. Denn je früher Ihr Zahnarzt eine Parodontitis erkennt, desto besser lässt sich das Fortschreiten der Erkrankung verhindern. 

Ursachen für Parodontitis  ̶ Risikofaktoren kennen

Zahnfleischentzündung können in der Zahnheilkunde vielfältige Ursachen haben. Folgende innere und äußere Faktoren erhöhen das Risiko, an einer Parodontitis zu erkranken oder verstärken bereits bestehende Probleme:

  • mangelnde Zahnpflege
  • selten durchgeführte professionelle Zahnreinigung (Prophylaxe) 
  • unausgewogene Ernährung
  • Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum
  • Dauerstress
  • hormonelle Einflüsse
  • Mundflora mit besonders aggressiven Bakterien
  • Über- bzw. Fehlbelastung der Zähne
  • Zahn- bzw. Kieferfehlstellungen
  • Übergewicht
  • Diabetes
  • Störungen des Immunsystems
  • Mineralstoff- und Vitaminmangel in Folge von Darmerkrankungen
  • genetische Disposition 

Frühwarnsystem Prophylaxe  ̶ Millimetergenaue Vorsorge

Zahnfleischtaschen und -entzündungen können verhindert werden. Eine regelmäßige Mundhygiene und sorgfältige Vorsorge in Form einer professionellen Zahnreinigung beseitigt einen Großteil der Bakterien. Bei einer regelmäßigen Prophylaxe messen wir Ihre Zahnfleischtaschen. So können wir rechtzeitig feststellen, ob eine Parodontitis vorliegt. Leichte Entzündungen lassen sich gut mit der professionellen Zahnreinigung behandeln. 

Parodontologie 4.0  ̶  Wir testen Ihr Parodontitis-Risiko

Als eine der wenigen Praxen bietet KU64 Potsdam den weltweit ersten Früherkennungstest PerioSafe® an. Damit können wir versteckte Abbauprozesse im Zahnfleisch frühzeitig nachweisen. Denn frühzeitig erkannt, gibt es gute Erfolgsaussichten, die Erkrankung zu stoppen. Auch im fortgeschrittenen Stadium stehen Ihnen bei KU64 zahlreiche therapeutische Optionen der Zahnheilkunde zur Verfügung, um die Parodontitis zu stoppen und bereits verlorene Stabilität zurück zu gewinnen.

Parodontitis-Therapie in Potsdam  ̶ Zahnfleischentzündungen langfristig behandeln

Haben unsere Zahnärzte bei Ihnen eine Parodontitis diagnostiziert, findet eine Parodontitis-Behandlung statt. Ziel der Behandlung ist es, zunächst die Entzündung zu stoppen. Darüber hinaus möchten wir das Gewebe, das Ihre Zähne stützt, dauerhaft erhalten. So kann Ihnen der Einsatz von Zahnersatz wie Implantaten, Brücken oder Kronen ganz erspart bleiben. 

Unsere Praxis-Leistungen zur Parodontitis-Behandlung:

 

1. Systematische Zahnfleischbehandlung
Bei der systematischen Zahnfleischbehandlung hemmen wir die Entzündung in drei Schritten:

1. Behandlung

Wir entfernen die Bakterienansiedlungen über und unter dem Zahnfleisch sowie in den Zahnfleischtaschen. Dafür verwenden wir spezielle Handinstrumente, Ultraschall, medizinische Spüllösungen und Laser. 

2. Regeneration

Hat die Entzündung bereits den Knochen erreicht, findet ein Knochenwiederaufbau statt. Mit speziellen minimalinvasiven mikrochirurgischen Maßnahmen und biologisch aktiven Stoffe regen wir den Knochen dazu an, neue eigene Knochenmasse zu bilden.

3. Nachsorge

Regelmäßige professionelle Zahnreinigungen im Abstand von ein bis drei Monaten schließen die Behandlung ab. Um einer erneuten Entzündung und Karies vorzubeugen, empfehlen wir Ihnen zusätzlich medikamentöse Spülungen.

2. Zahnfleischaufbau und abdecken freiliegender Zahnhälse

In Folge einer Parodontitis können Zahnhälse freiliegen. Das hat nicht nur ästhetische Auswirkungen, sondern führt auch zu einer unangenehmen Überempfindlichkeit an Ihren Zähnen. Mit Hilfe minimalinvasiver mikrochirurgischer Zahnfleischverpflanzungen können unsere Spezialisten für Zahnmedizin freiliegende Zahnhälse bedecken. Das neue Zahnfleisch ist widerstandfähiger und überempfindliche Zähne gehören damit der Vergangenheit an. Alternativ verwenden wir Veneers, um die Harmonie zwischen Zahnfleisch und Zähnen wiederherzustellen.

3. Parodontitis- oder Speichel-Risiko-Test

Bei bereits tiefen Zahnfleischtaschen empfehlen unsere Parodontologen, die innewohnenden Bakterien, die sogenannten Leitkeime, zu untersuchen. So können wir eine Prognose über das Fortschreiten Ihrer Parodontitis geben. Weiterhin können wir mit Hilfe der Analyse ein geeignetes Antibiotikum zur Unterstützung der systematischen Zahnfleischbehandlung bestimmen.

4. Photothermische Therapie: Innovative Behandlung mit EmunDo

Manche Patienten haben eine Antibiotikaresistenz oder möchten gern auf Medikamente verzichten. In diesen Fällen setzen wir in unserer Zahnarztpraxis EmunDo und Laser für die Parodontitis-Behandlung ein. EmunDo ist eine Farbsubstanz, die durch den Laser aktiviert, Keime effektiv bekämpft. Dieses Verfahren der Zahnmedizin eignet sich bei besonders hartnäckigen Fällen.

5. Knochenaufbau für Zahnersatz

Bei einer fortschreitenden Parodontitis und einem Zahnverlust ist ein Implantat oftmals die beste ästhetische Lösung, um den fehlenden Zahn zu ersetzen. Um das Implantat erfolgreich und langfristig zu verankern, braucht es einen stabilen Kieferknochen. Röntgenaufnahmen zeigen, dass in vielen Fällen der Knochen als Folge der Parodontitis geschwächt ist. In unserer Praxis bieten unsere Partner und Spezialisten für Implantologie Ihnen zahlreiche Verfahren des Knochenaufbaus, wie zum Beispiel den Sinuslift. 

FAQs

Übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für eine Parodontitis-Behandlung?

Die Krankenkassen tragen die Kosten für die halbjährliche allgemeine Kontrolluntersuchung und die jährliche Zahnsteinentfernung. Auch die spezielle Untersuchung auf Parodontitis und die Messung der Zahnfleischtaschentiefe wird alle zwei Jahre von der Krankenkasse bezahlt. Im Falle einer Entzündung übernimmt die Krankenkasse ebenfalls die Kosten für die Behandlung. 

Sie haben Fragen? Wir beraten Sie gerne!

Haben Sie Fragen zur Prophylaxe oder Behandlung von Parodontitis? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis mit einem unserer Spezialisten für Zahnheilkunde! Oder schauen Sie während unserer Sprechzeiten persönlich in unserer Praxis vorbei. Wir sind an sieben Tagen in der Woche für Sie da.